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N. Djokovic
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A. Murray
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Rod Laver Arena | Finale
Ende
N. Djokovic
Ranking:
1
Geburtsd.:
22.05.1987
Größe:
1.88 m
Gewicht:
80 kg
Bilanz:
13-2
Preisgeld:
US$ 74.990.523
A. Murray
Ranking:
3
Geburtsd.:
15.05.1987
Größe:
1.90 m
Gewicht:
84 kg
Bilanz:
10-3
Preisgeld:
US$ 35.504.898
Letzte Aktualisierung: 09:49:18
Djokovic
Murray
Abschied
 
Das war's nun aber nach zwei spannenden und unterhaltsamen Tenniswochen aus Melbourne! Wir hoffen, Sie hatten Spaß und würden uns freuen, Sie beim nächsten Mal wieder bei uns begrüßen zu dürfen - spätestens natürlich Anfang März, wenn es bei uns mit den Masters-Turnieren der amerikanischen Hartplatzsaison weitergeht. Bis dahin verabschieden wir uns jetzt aber mit dem Bild des strahlenden, völlig verdienten Siegers Novak Djokovic, wünschen einen angenehmen Tag und sagen Cheers from Down Under!
Fazit
 
Murray muss sich aber trotz seiner vierten Finalniederlage hier in Melbourne nicht grämen, denn nach diesem tollen Turnier wird der Schotte in der am Montag erscheinenden Weltrangliste wieder in die Top 5 klettern - während Novak Djokovic seinen sowieso schon üppigen Vorsprung auf Roger Federer an der Spitze der Tabelle noch ausbauen kann und sich zusätzlich über mehr als 3 Millionen australische Dollar an Preisgeld freuen darf.
Fazit
 
Viel nahmen sich die beiden Akteure abgesehen vom vierten Durchgang nicht, schaut man auf die Zahlen wie Winner, Unforced Errors oder gewonnene Aufschläge hätte der Sieger hier auch Murray heißen können. Doch Djokovic bewies vor allem in den engen Momenten immer wieder seine große Nervenstärke und setzte Murray so immer wieder mit Nadelstichen zu - bevor der Schotte dann im vierten Satz komplett einbrach und den Faden verlor.
Ende
 
Nach mehr als dreieinhalb Stunden Spielzeit setzt sich Novak Djokovic hier in vier Sätzen gegen Andy Murray durch und unterstreicht seinen Rekord von fünf Australian-Open-Titeln in der Profi-Ära mit einem Bagel zum Abschluss.
7:6, 6:7, 6:3, 6:0
Murrays Return ist zu kurz, Djokovic macht mit der Rückhand aus dem Halbfeld Druck- und erzwingt den Rückhandfehler von Murray zum Matchgewinn!
7:6, 6:7, 6:3, 5:0
 
Den ersten vergibt der Serbe mit einer zu langen Rückhand...
7:6, 6:7, 6:3, 5:0
 
Auch die nächste Rückhand segelt ins Netz - und Djokovic hat zwei Matchbälle!
7:6, 6:7, 6:3, 5:0
 
Djokovic punktet mit dem Vorhandwinner am Netz, aber Murray kann mit einer satten Rückhand longline kontern. Ein Rückhandfehler des Schotten sorgt aber wieder für gewohnte Verhältnisse.
7:6, 6:7, 6:3, 5:0
 
Murray ist komplett von der Rolle, da gelingt einfach kein Schlag mehr - die ins Aus segelnde Rückhand bringt Djokovic bei 5:0 die erste Chance, hier zum Titel zu servieren!
7:6, 6:7, 6:3, 4:0
 
...was Murray mit einem Servicewinner zum 15:30 zumindest ansatzweise entschärfen kann. Aber der nächste Rückhandfehler des Schotten bringt dann doch zwei weitere Breakchancen für Novak Djokovic.
7:6, 6:7, 6:3, 4:0
 
Gar nicht, denn zunächst mal punktet Djokovic munter weiter. Ein Vorhandreturn und ein Rückhandwinner bringen die Punkte neun und zehn am Stück...
7:6, 6:7, 6:3, 4:0
 
Nein, denn zwei unerreichbare Vorhandwinner von Djokovic die Linie entlang gespielt bringen dann doch den sicheren Spielgewinn zum 4:0. Wie reagiert Murray?
7:6, 6:7, 6:3, 3:0
 
Aber die vergibt der Serbe alle drei von der Grundlinie! Kann Murray hier nochmal zum Comeback ansetzen?
7:6, 6:7, 6:3, 3:0
 
Eine Vorhand mit dem Rahmen, die fast aus dem Stadion fliegt, besorgt dann drei Spielbälle für den Djoker...
7:6, 6:7, 6:3, 3:0
 
Murrays größtes Problem sind hier sicherlich die Unforced Errors - sage und schreibe 47 im bisherigen Matchverlauf sind entschieden zu viele.
7:6, 6:7, 6:3, 3:0
 
Für Murray wird das jetzt eine ganz, ganz schwierige Aufgabe - schließlich hat Djokovic im gesamten Turnierverlauf ja erst sechs Breaks hinnehmen zu müssen. Da wären zwei in einem einzigen Satz schon eine faustdicke Überraschung... und genau so viele benötigt Murray jetzt, um sich wenigstens in den Tiebreak zu retten.
7:6, 6:7, 6:3, 3:0
 
Gleich die erste kann Novak Djokovic nutzen, weil er aggressiv in einen zweiten Aufschlag geht und diesen mit der Rückhand cross abschießt - und sich damit zum 3:0 absetzen.
7:6, 6:7, 6:3, 2:0
 
...was aufgrund furchtbar schlechter Schlaghaltungen zu zwei weiteren Unforced Errors und dementsprechend zwei Breakchancen für den Djoker führt.
7:6, 6:7, 6:3, 2:0
 
Mit einem Vorhandwinner cross kann Murray bei 0:15 immerhin Schlimmeres vermeiden. Aber nun ist es der Schotte, der körperlich einen leicht angeschlagenen Eindruck macht...
7:6, 6:7, 6:3, 2:0
 
Und den kann der Serbe auch nutzen, weil Murray mal wieder mit sich und seiner Vorhand hadert und selbige weit hinter die Grundlinie spielt. Damit bestätigt Djokovic das Break und Murray muss jetzt stark aufpassen, hier nicht unter die Räder zu geraten.
7:6, 6:7, 6:3, 1:0
 
...aber Djokovic serviert nun richtig gut und kann sich mit einem weiteren Aufschlagwinner den Spielball herausspielen.
7:6, 6:7, 6:3, 1:0
 
Murray kommt zum 0:15, aber Djokovic kann mit zwei Servicewinnern kontern. In einem irren Ballwechsel mit Netzrollern auf beiden Seiten holt sich Murray ein 30:30...
7:6, 6:7, 6:3, 1:0
 
Auch die Vorhand longline des Schotten bleibt an der Netzkante hängen - was Djokovic gleich zum Satzbeginn das Break beschert!
7:6, 6:7, 6:3, 0:0
 
Oh weia, ist da jetzt der Faden gerissen? Bei Murray häufen sich die Unforced Errors, Djokovic muss nur noch ins Feld spielen, den Breakball gibt es geschenkt...
7:6, 6:7, 6:3, 0:0
 
Und Murray tut sich gleich wieder schwer mit dem eigenen Aufschlag, zwei unnötige Fehler mit der Vorhand führen zu einem Urschrei des Schotten und einem 15:30 für den Djoker.
Zwischenfazit
 
Es ist ein Drahtseilakt, den unsere beiden Akteure hier abliefern. Momentan hat Djokovic wie schon in Satz eins etwas mehr vom Spiel und dominiert vor allem die langen Ballwechsel, während Murray gerade in den entscheidenen Momenten einen Tick Konzentration vermissen ließ. Aber hier ist weiterhin alles drin!
7:6, 6:7, 6:3
Tatsächlich war das jetzt eher ein antiklimaktisches Ende - mit einem weiteren Vorhandfehler gibt Murray das Spiel und somit den dritten Satz ab!
7:6, 6:7, 5:3
 
Und auch die nächste Vorhand verschlägt der Schotte, da hilft für den Ball von Djokovic vorher auch keine Challenge - zwei Satzbälle sind die Folge!
7:6, 6:7, 5:3
 
Wieder spielt Murray eine Vorhand cross ins Netz - Djokovic fehlen nur noch zwei Punkte zum Satzgewinn.
7:6, 6:7, 5:3
 
Djokovic spielt eine Vorhand ohne Not ins Netz, aber Murray revanchiert sich gleich mit einer ganz schwachen Rückhand. Da spielen jetzt natürlich auch die Nerven eine Rolle...
7:6, 6:7, 5:3
 
Damit darf der Serbe nun also zum Satzgewinn aufschlagen - vor einer Viertelstunde wäre das noch undenkbar gewesen. Viel mehr Richtungswechsel kann man sich für ein solches Grand-Slam-Finale doch nicht wünschen!
7:6, 6:7, 5:3
 
Die erste kann Murray mit einem Servicewinner abwehren, doch ausgerechnet in diesem Moment serviert er dann Doppelfehler Nummer drei - zum Break für Djokovic!
7:6, 6:7, 4:3
 
Und weil der Halbflugball des Schotten zu lang ist, kann Djokovic aus dem Halbfeld mit dem Vorhandschuss punkten und sich drei Breakchancen erarbeiten!
7:6, 6:7, 4:3
 
Aber Murray macht sich das Leben selber schwer, zwei weit in den Korridor gespielte Vorhandbälle bringen Djokovic ein 0:30.
7:6, 6:7, 4:3
 
Unsere beiden Akteure haben, was die Spielzeit angeht, die Drei-Stunden-Grenze übrigens soeben überschritten - und es ist nach wie vor kein Ende in Sicht.
7:6, 6:7, 4:3
 
...den ihm Murray mit einem riskanten Rückhandreturn cross gespielt, der im Netz landet, zum Spielgewinn umwandelt.
7:6, 6:7, 3:3
 
Wunderbarer Volleystopp vom Djoker, Murray kann den Ball zwar erlaufen, aber nur ins Netz spitzeln - Einstand. Mit einem Smash am Netz geht es für den Serben zum Vorteil...
7:6, 6:7, 3:3
 
Und weil Djokovic über den Zweiten kommen muss, kann Murray vom Return weg Druck machen und sich am Ende mit der Vorhand longline die nächste Breakchance erspielen!
7:6, 6:7, 3:3
 
Toller Vorhandreturn vo Murray, der den Ball kurz ins Halbfeld löffelt - und in der Folge mit dem eingesprungenen Vorhandvolley zum 30:30 punkten kann.
7:6, 6:7, 3:3
 
Prompt lässt Murray sein Gegenüber schön laufen und punktet mit der Vorhand longline. Djokovic kann aber mit einem Ass kontern...und legt gleich noch eins zum 30:15 nach.
7:6, 6:7, 3:3
 
Mit einem Ass durch die Mitte sichert sich Murray das Aufschlagspiel zu Null. Und wieder wirkt der Djoker körperlich angeschlagen...was Murray aber nach wie vor nur als Mätzchen abzutun scheint.
7:6, 6:7, 3:2
 
Was für ein Auftritt von Murray, der hier gleich drei mal in Serie mit astreinen Winnern punkten kann und Djokovic ein wenig ratlos zurücklässt.
7:6, 6:7, 3:2
 
Übrigens hatte es vorhin tatsächlich ein Flitzer auf den Platz geschafft - etwas, dass man seit den Zeiten des Seles'-Attentats in Hamburg nicht mehr gesehen hat. Folglich stehen bei den Seitenwechseln mittlerweile fast ein Dutzend Security-Leute rund um den Platz Spalier.
7:6, 6:7, 3:2
 
Aber Murray scheitert gleich zwei Mal mit einer Rückhand an der Netzkante - sodass Djokovic hier im dritten Satz zum ersten Mal vorlegen kann.
7:6, 6:7, 2:2
 
Aber der Schotte fightet sich zurück in dieses Spiel, ein guter Vorhandreturn und ein geduldig ausgespielter Punkt, bei dem Djokovic am Ende den Vorhandfehler begeht, bringt das 30:30.
7:6, 6:7, 2:2
 
Der Serbe punktet mit der Vorhand longline aus vollem Lauf - Murray war da einfach im anderen Eck stehen geblieben.
7:6, 6:7, 2:2
 
Und wieder haben sich die Vorzeichen komplett gedreht - denn wo Djokovic nun frisch wie eh und je aussieht, macht Murray einen hadernden, unkonzentrierten Eindruck.
7:6, 6:7, 2:2
 
Aber beim zweiten verschießt Murray dann die Vorhand cross, der Ball bleibt an der Netzkante hängen und Djokovic hat das Re-Break, wenn auch ein wenig verspätet.
7:6, 6:7, 1:2
 
Die erste kann Murray mit einem Ass durch die Mitte abwehren...
7:6, 6:7, 1:2
 
Zumal Murray gleich Gefahr läuft, sein Break Vorsprung wieder zu verspielen. Zwei leichtfertige Rückhandfehler bringen Djokovic ohne viel eigenes Zutun zwei Breakchancen!
7:6, 6:7, 1:2
 
Das längste Grand-Slam-Finale aller Zeiten bestritten mit 5:53 Stunden Spielzeit 2012 Rafa Nadal und eben dieser Novak Djokovic hier in Melbourne - beim momentanen Schnitt würde ein Fünf-Satz-Match heute in etwa diese Dimensionen erreichen.
7:6, 6:7, 1:2
 
Und genau das tut der Serbe auch, vier gute Aufschläge und knappe 90 Sekunden später hat er sich sein Service zu Null gesichert.
7:6, 6:7, 0:2
 
Auf jeden Fall serviert Murray prompt seine Asse sechs und sieben und bestätigt das Break zum 2:0. Djokovic sollte sich jetzt schnell fangen...
7:6, 6:7, 0:1
 
Mit dem zweiten Aufschlag serviert Murray ein Ass als Kickaufschlag nach außen, bevor Djokovic eine Rückhand ins Netz spielt, weil er sich kaum zum Ball bewegen kann. Sind das die Nachwirkungen vom Fünf-Sätzer gegen Stan Wawrinka?
7:6, 6:7, 0:1
 
Murray dürfte es egal sein, denn der Brite hat gleich zu Satzbeginn ein Break vor.
7:6, 6:7, 0:1
 
Murray mit dem Slice ins Halbfeld, Djokovic rutscht bei der Vorhand erneut weg und spielt den Ball ins Netz - tatsächlich sah das jetzt nach einem Krampf aus.
7:6, 6:7, 0:0
 
Aber dann wirkt Djokovic mal wieder, als habe er muskuläre Probleme - und eine vom Serben weit ins Grundlinienaus geschlagene Rückhand bringt Murray den Breakball.
7:6, 6:7, 0:0
 
Murray kommt schnell zu einem 0:30, doch der Djoker kann mit dem Rückhandwinner cross ausgleichen.
Zwischenfazit
 
Von beiden Akteuren ist das hier mittlerweile Tennis auf allerhöchstem Niveau - die beiden ersten Durchgänge wurden jeweils von der besseren Minutenform entschieden. Murray serviert ein wenig besser als Djokovic, dafür schlägt der Serbe entschieden mehr Winner - es dürfte auch im weiteren Verlauf der Partie ein Match zum Nägelkauen werden.
7:6, 6:7
Doch mit dem eigenen Aufschlag geht es eben meist am besten - ein Vorhandwinner die Linie entlang bringt dem Schotten den Satzausgleich nach gut zweieinhalb Stunden Spielzeit.
7:6, 6:6
 
Die ersten beiden kann Djokovic dann aber mit guten Returns abwehren...
7:6, 6:6
 
Djokovic kann mit einem Vorhandwinner die Linie entlang verkürzen, doch in der Folge segeln gleich zwei leichte Bälle des Serben ins Aus - was Murray gleich vier Satzbälle einbringt!
7:6, 6:6
 
Und den geht Murray an wie die Feuerwehr - zwei starke Aufschläge und ein Returnwinner bringen schnell ein 3:1.
7:6, 6:6
 
...was der Serbe mit einem Servicewinner in den Spielgewinn umwandelt. Es geht also mal wieder in den Tiebreak!
7:6, 5:6
 
Zwei Servicewinner bringen Djokovic mal wieder ein ungefährdetes 40:0...
7:6, 5:6
 
Murray will es mal mit vollem Risiko machen, aber sein Rückhandschuss die Linie entlang landet um Zentimeter im Korridor.
7:6, 5:6
 
Und den nutzt der Schotte dann auch prompt mit einem Servicewinner - wir marschieren also wieder mal mit großen Schritten auf den Tiebreak zu.
7:6, 5:5
 
Doch den wehrt Murray dann mit einem Ass ab - und erspielt sich mit der eingesprungenen Vorhand aus dem Halbfeld einen eigenen Spielball.
7:6, 5:5
 
Murray rechnet wohl damit, dass ein Vorhandslice des Djokers ins Aus segelt. Der Ball kommt aber auf der Linie herunter, der Schotte muss eine Verlegenheitsvorhand spielen - und platziert den Ball ins Netz. Breakchance Nummer drei für den Djoker!
7:6, 5:5
 
Murray muss über den Zweiten kommen...aber Djookvic verschenkt die Chance mit einer Rückhand cross in den Korridor! Da hilft nicht mal die Challenge - zumal es die letzte des Djokers in diesem Satz war.
7:6, 5:5
 
Djokovic mit der Rückhand longline, Murray muss sich strecken, um die Vorhand cross ins Feld zu spielen - hat dann aber keine Chance bei Djokovic' Rückhand longline. Das bringt dem Serben eine Breakchance!
7:6, 5:5
 
Bärenstark, wie Andy Murray da den Volleylob von Djokovic erkläuft und aus der Drehung punkten kann. Aber der Serbe kann gegen den mal wieder ganz schwachen zweiten Aufschlag von Murray punkten...
7:6, 5:5
 
Aber dann kann sich Djokovic dieses Aufschlagspiel nach fast zehn Minuten doch noch irgendwie sichern - was Murray nun wieder dem Druck aussetzt, hier vorlegen zu müssen.
7:6, 4:5
 
Was für ein Ballwechsel! Murray wird vom Netz vertrieben, weil sein Halbvolley zu hoch ist. Djokovic will gegen die Laufrichtung des Briten töten, der kann aber akrobatisch zurückspielen, sodass Djokovic die eingesprungene Rückhand zeigen muss - die Murray dann crosscourt nur haarscharf am Eck vorbei spielt.
7:6, 4:5
 
Aber auch der Serbe vergibt seine erste Chance auf den Spielgewinn, weil seine Vorhand longline im Netz landet.
7:6, 4:5
 
Aber den vergibt Murray mit einer Rückhand ins Netz! Das Drama nimmt seinen Lauf...doch Djokovic bleibt cool und legt mit einem Ass durch die Mitte vor.
7:6, 4:5
 
Djokovic spielt einen Slice des Schotten mit der Vorhand cross in den Korridor - und Murray hat plötzlich einen Satzball!
7:6, 4:5
 
Und nicht nur das, ein Passierball mit der Rückhand longline bringt den Einstand. Murray ist also nur noch zwei Punkte vom Satzgewinn entfernt.
7:6, 4:5
 
Geniales Tennis von beiden Akteuren, die hier die spitzesten Winkel spielen- doch am Ende kann Murray mit dem Rückhandwinner zum 30:40 punkten.
7:6, 4:5
 
Der Serbe kann aus dem Halbfeld angreifen, Murray bleibt nur der Mondball - sodass Djokovic per Smash zu drei Spielbällen kommt.
7:6, 4:5
 
Schöner Vorhandpassierball von Djokovic, der Murray da am Netz passiert. Ein Rückhandfehler von Murray besorgt das 30:0.
7:6, 4:5
 
...von denen Murray gleich den ersten mit einem Servicewinner verwerten kann. Und damit muss nun plötzlich Novak Djokovic gegen den Satzverlust aufschlagen!
7:6, 4:4
 
Zwei Vorhandfehler des Djokers bescheren Murray ein schnelles 30:0. Ein Smashwinner im zweiten Versuch bringt die Spielbälle...
7:6, 4:4
 
Und das ist ganz, ganz stark! Aus der Defensive arbeitet sich Murray an die Grundlinie zurück, übernimmt die Initiative und kann am Ende mit der genialen Vorhand Inside-Out auf Djokovic' Rückhandseite punkten. Alles wieder in der Reihe in Satz zwei!
7:6, 4:3
 
Aber dann erzwingt der Schotte mit der Rückhand longline den Vorhandfehler beim Serben - und hat immerhin einen Breakpunkt. Und der Djoker muss über den Zweiten kommen...
7:6, 4:3
 
Murray bewegt sich bei 15:30 schon wieder gen Breakchance, vergibt die Möglichkeit aber mit einer leichtfertig ins Netz gespielten Rückhand.
7:6, 4:3
 
...aber beim zweiten kann Murray nach drei verlorenen Spielen in Serie endlich mal wieder mit einem Ass punkten und zum 3:4 verkürzen.
7:6, 4:2
 
Aber Murray kann sich mit Gewalt und zwei Vorhandwinnern aus dem Loch buddeln und zu zwei Spielbällen vorlegen. Den ersten kann Djokovic aber wieder mit einem Vorhandreturnwinner abwehren...
7:6, 4:2
 
Murray scheint völlig von der Rolle zu sein und serviert einen Doppelfehler. Ein Servicewinner korrigiert den Schiefstand wenigstens vorrübergehend.
7:6, 4:2
 
Mit einem Servicewinner geht es zum Spielball, ein Ass - dem auch das Hawkeye nicht widerspricht - bringt den Spielgewinn. Djokovic bestätigt also das Break und legt zum 4:2 vor.
7:6, 3:2
 
Djokovic beginnt sein Service mit einem Ass mit dem Zweiten, bevor Murray ihm mit der leichten Vorhand ins Netz einen weiteren Punkt schenkt.
7:6, 3:2
 
Murray macht Druck, doch Djokovic kontert mit einer longline geblockten Rückhand, rückt ans Netz auf und kann den Smash zum Break verwandeln.
7:6, 2:2
 
Gleich drei Mal in Serie lässt Murray wilde Vorhandbälle überall hin segeln, nur nicht in Feld - und sieht sich prompt drei Breakchancen gegenüber!
7:6, 2:2
 
Murray hat in diesem Satz erst einen Winner, aber bereits sieben Unforced Errors geschlagen. Dass der Schotte hier überhaupt noch im Spiel ist, hat er dem leicht humpenden Djokovic zu verdanken...
7:6, 2:2
 
In einem der längsten Ballwechsel der Partie hat Murray eigentlich die Oberhand, aber Djokovic befreit sich mit einer tollen Rückhand Inside-Out aus dem Halbfeld - zum Spielgewinn.
7:6, 1:2
 
Aber drei gute erste Aufschläge des Djokers in Serie bringen dann doch dem Serben den Spielball - was Murray mit einem lauten four-letter-word kommentiert.
7:6, 1:2
 
Verkehrte Welt - denn plötzlich hat Murray nach zwei guten Returns wieder ein 0:30 zu seinen Gunsten.
7:6, 1:2
 
...und den schenkt ihm Murray mit einer schlechten Vorhand, die im Netz hängen bleibt.
7:6, 0:2
 
Aber Djokovic traut sich was! Mit dem Slice greift er Murrays zweiten Aufschlag an und rückt auf, um dann am Netz mit dem Rückhandvolley zu punkten. Das ist ein Breakball...
7:6, 0:2
 
...doch eine ungeduldig in den Korridor gespielte Rückhand vom Djoker gleicht den Schiefstand zunächst mal wieder aus.
7:6, 0:2
 
Trotzdem kann Djokovic mit einem feinen Vorhandvolley punkten, nachdem Murray seinen Lob erlaufen hatte. Ein Vorhandreturn die Linie entlang bringt dann das 15.30...
7:6, 0:2
 
Gleich den ersten nutzt der Schotte mit einem Returnwinner mit der Vorhand longline - zu dem Djokovic gar nicht hingeht. Der Weltranglistenerste läuft sichtlich nicht rund.
7:6, 0:1
 
Ist es jetzt der Knöchel? Djokovic wirkt beim Aufschlag beeinflusst und macht wieder so ein unglückliches Gesicht. das nutzt Murray, um den Serben laufen zu lassen und sich so zwei Breakbälle zu erspielen.
7:6, 0:1
 
Ein weiterer Vorhandfehler des Serben bringt Murray dann das lockere Spiel - der Satzverlust scheint abgehakt zu sein.
7:6, 0:0
 
Murray greift mit der Rückhand longline an, rückt auf und beschließt den Punkt mit dem Smash am Netz. Ein Vorhandfehler von Djokovic bringt dann zwei Spielbälle.
7:6, 0:0
 
Murray muss das jetzt allerdings am besten ganz schnell wegpacken - denn ansonsten hat der Schotte gleich die nächsten Probleme. Denn bei Djokovic ist von der Daumenblessur momentan nichts zu sehen...
Zwischenfazit
 
Andy Murray hat sich hier bislang wenig vorzuwerfen. Zwei Mal kam der Schotte gegen einen zu Beginn entfesselt aufspielenden Djokovic von einem Break Rückstand wieder, im Tiebreak hatte er alle Chancen - und doch ging der Satz an die serbische Nummer eins der Welt. Denn Djokovic schlägt bedeutend mehr Winner und kann seine Schwächen beim ersten Service immer wieder mit starken Zweiten kompensieren.
7:6
Djokovic muss über den Zweiten kommen, Murray will sofort mit der Rückhandcross angreifen- doch die bleibt im Netz hängen. Das ist der erste Satz für Novak Djokovic, der auch den vierten Tiebreak in diesem Turnier gewinnt.
6:6
 
Bitterer Moment, um einen leichten Vorhandvolley ins Aus zu legen - denn dieses erste Minibreak verschafft Novak Djokovic bei eigenem Aufschlag Satzball!
6:6
 
Eine viel zu lange Rückhand longline des Schotten bringt Djokovic die erste Tiebreak-Führung. Doch die kann Murray mit einem schönen Netzangriff und dem eingesprungenen Vorhandvolley topspin wieder ausgleichen.
6:6
 
,,,und kann mit einem Vorhandwinner cross zum 4:4 ausgleichen. Murray wirkt mal wieder hochgradig genervt von sich und der Welt.
6:6
 
Doch was macht der Schotte? Serviert erneut einen Doppelfehler in einem kritischen Moment. Djokovic freut sich...
6:6
 
Djokovic erneut mit dem Vorhandfehler ohne Not - und so geht es mit einem 4.2 für Andy Murray zum Seitenwechsel.
6:6
 
Djokovic punktet am Netz mit einem Rückhandvolley - leistet sich in der Folge aber wieder einen leichten Vorhandfehler, der Murray erneut mit einem Minibreak nach vorn bringt.
6:6
 
Mit einem Servicewinner holt sich Murray das 2:0...verspielt das Minibreak aber im folgenden Ballwechsel mit einer zu kurzen Vorhand.
6:6
 
Djokovic hat hier in Melbourne in diesem Jahr bereits drei erste Sätze im Tiebreak gewonnen. Heute startet der Serbe aber erstmal mit einem Doppelfehler.
6:6
 
Murray mit dem Servicewiner - wir gehen also in den Tiebreak!
6:5
 
Zwei Mal zwingt Murray sein Gegenüber zu Fehlern, dann punktet er mit dem Rückhandvolleystopp - zu drei Spielbällen.
6:5
 
...bevor Djokovic jedoch seinerseits eine Vorhand cross auf die Linie spielt und so zum 6:5 vorlegen kann. Aus diesem Spiel gegen einen leicht angeschlagenen Djoker hätte Murray mehr machen müssen.
5:5
 
Doch den ersten kann Murray dann mit einer Vorhand cross abwehren...
5:5
 
Da sind solche Spiele natürlich umso wichtiger. Djokovic serviert gleich zwei Asse hintereinander weg und kommt mit einem Vorhandwinner zu zwei Spielbällen.
5:5
 
Murray serviert sich unbeeindruckt zum 5:5. Djokovic macht einen äußerst unglücklichen Eindruck.
5:4
 
Nach jedem verzogenen Schlag zieht Djokovic eine Grimasse und hält sich den Daumen. Murray kommt so ganz problemlos zu drei Spielbällen...
5:4
 
Was aber natürlich niemand sehen will ist, dass der Djoker sich nun an der Hand behandeln lassen muss. Der Physio hat das Eisspray und den leichten Tapeverband schon im Anschlag.
5:4
 
Murrays Vorhandreturn cross ist stark, Djokovic kann seine Rückhand nur ins Netz spielen - und so kann Murray sich zum zweiten Mal das Re-Break sichern und zum 4:5 verkürzen.
5:3
 
Zunächst mal holt sich Murray aber mit einem Smash longline das 15:30, bevor ein Winner mit der Rückhand dem Schotten zwei Chancen zum Re-Break beschert.
5:3
 
Djokovic wirft sich einem Passierball Murrays hinterher, der von der Netzkante fies abspringt. Bei der Landung scheint sich der Serbe dann an der Hand weh getan zu haben - denn der Physiotherapeut ist schon unterwegs.
5:3
 
Doch dann nimmt der Djoker das Heft wieder in die Hand, agiert proaktiv und erzeingt zwei Fehler - die ihm das Break zum 5:3 bescheren. Und nun muss Murray tief graben, denn Djokovic serviert nun natürlich zum Satzgewinn.
4:3
 
Und weil Murray abermals zu ungeduldig agiert und sich einen leichten Vorhandfehler leistet, hat Djokovic prompt die Chance zum Re-Break! Doch die kann Murray mit einem guten Ersten zunichte machen.
4:3
 
Aber Djokovic hält sich mit einem Returnwinner mit der Vorhand cross und einem geduldig abgewarteten Punkt im Spiel.
4:3
 
Leichte Punkte gibt es hier bislang kaum, von daher sind die beiden Servicewinner von Murray in Serie schon eine Seltenheit.
4:3
 
Und den kann er dann auch nutzen - weil Djokovic eine weitere Rückhand verzieht! Das Break Vorsprung ist futsch, die geniale Anfangsphase des Djokers offenbar vorrüber.
4:2
 
Diesmal kommt Murray in der Folge aber zu einem Vorteil, weil Djokovic eine Rückhand cross is Netz setzt.
4:2
 
Aber nachdem er vorhin schon drei Breakbälle abgewehrt hatte macht Djokovic ähnliches jetzt auch mit den zwei - ein guter erster Aufschlag und eine Vorhand Murrays in den Korridor bringen den Einstand.
4:2
 
Aber plötzlich schleichen sich beim Djoker Fehler ein, während Murray mit viel Risiko und der Rückhand kurz cross punktet - zu zwei Breakchancen!
4:2
 
Djokovic' Präzision bei den Grundschlägen ist heute bislang atemberaubend. Fast jeder Ball segelt auf oder an die Linie, Murray steht in fast jedem Ballwechsel von Beginn an unter Druck.
4:2
 
...und der reicht aus um mit der Rückhand longline, Murrays neuem Lieblingsschlag, zu punkten. 2:4 aus Sicht des Schotten, Murray läuft weiterhin einem Break hinterher.
4:1
 
Dann erzwingt Djokovic aber wieder mal einen Fehler auf Murrays Rückhandseite. Ein Spielball bleibt dem Briten aber dennoch...
4:1
 
Wie so oft sollte man Dinge wie den Satz vom hohen Niveau nicht schreiben - plötzlich stapeln sich hüben wie drüben die Unforced Errors, Murray hat schnell ein 40:15.
4:1
 
Mit der Vorhand legt Djokovic seinen schon 14. Winner ins Feld und sichert sich das Spiel zum 4:1. Murray hat momentan zu oft nur das Nachsehen, denn der Serbe spielt hier einen Satz aus dem Lehrbuch.
3:1
 
Murray mit einem feinen Rückhandwinner, aber Djokovic ist nun voll im Match angekommen und kontert mit einem Service- und einem Vorhandwinner. Technisch ist das hier von Beginn an ein ganz hohes Niveau.
3:1
 
Die erste Breakmöglichkeit kann Murray noch mit einem Servicewinner abwehren, doch bei der zweiten knallt Djokovic die vierte unerreichbare Vorhand ins Feld - und hat Break vor!
2:1
 
Warum aufhören, wenn es doch so gut klappt? Sagt sich auch Djokovic, spielt einmal mehr mit der Vorhand longline Murrays Rückhand an und kommt nun seinerseits zu drei Breakchancen!
2:1
 
Und tatsächlich ist Murray hier nun leicht von der Rolle, zwei Vorhandwinner von Djokovic die Linie entlang bringen schnell ein 0:30.
2:1
 
Ein sichtlich genervter Murray trottet zum Seitenwechsel - diese fünf Punkte in Serie für den Djoker und die vergebenen Breakchancen sind natürlich auch ärgerlich.
2:1
 
Djokovic holt sich seinerseits den ersten Spielball mit einem Ass...und kann den Spielgewinn mit einem erneut schönen Rückhandvolley eintüten.
1:1
 
...und den dritten vergibt Murray, weil er eine Rückhand zu voreilig töten will und den Ball unkontrolliert in den Korridor spielt.
1:1
 
Die zweite kann der Serbe mit einem schönen Volleystopp mit der Rückhand vereiteln...
1:1
 
Und weil Murray einen zweiten Aufschlag von Djokovic mit der Vorhand cross abschießen kann, hat der Schotte drei Breakchancen! Die erste kann Djokovic aber mit einem Servicewinner abwehren.
1:1
 
Murray mit dem Winner mit der Vorhand cross aus der Defensive. Dem schiebt der Djoker einen leichten Rüchhandfehler nach - 0:30!
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Djokovic' Vorhandreturn segelt hinter die Grundlinie, sodass Murray ausgleichen kann.
1:0
 
Djokovic hält Murray durchgehend auf der Rückhandseite und spielt dann den etwas zu langen Stopp. Murray erläuft den Ball, spitzelt die Kugel aber diagonal ins Seitenaus. Doch ein erstes Ass des Schotten bringt erneut Spielball.
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Dann challenged Djokovic gleich nochmal, diesmal einen Aufschlag von Murray - der war dann aber doch an der Linie. Spielball für den Schotten.
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Djokovic challenged eine angeblich zu lange Vorhand - und das Hawkeye gibt dem Serben Recht. Der Punkt bei 30:30 muss also wiederholt werden.
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Murray hingegen bekommt bei eigenem Aufschlag gleich mal Probleme. Die ersten beiden Punkte gehen locker über den ersten Aufschlag, doch dann kommt Djokovic in die Ballwechsel und kann mit der Rückhand cross und der Vorhand Inside-Out punkten.
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Und den nutzt der Serbe mit einer weiteren Vorhand kurz cross gespielt und dem abschließenden Vorhandvolley.
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Mit einer Vorhand kurz cross gespielt geht es zum Spielball für den Djoker.
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Djokovic startet leicht nervös mit einem Vorhandfehler, kann dann aber mit einem Servicewinner und einer Rückhand longline auf die Linie für klare Verhältnisse sorgen.
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Es kann losgehen, Novak Djokovic hat den Münzwurf gewonnen und sich für den Aufschlag entschieden. Das Finale der Australian Open 2015 ist eröffnet!
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Schiedsrichter der Partie wird heute der US-Amerikaner Jake Garner sein, der einer der erfahrensten Chair Umpire auf der Tour ist - und seinen Stuhl soeben bestiegen hat.
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Hier in Melbourne herrschen am frühen Abend übrigens gute Tennisbedingungen, 19 Grad Celcius und ein leichter Wind versprechen keinerlei Störungen durch das Wetter.
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Fehlt vielleicht noch ein Wort zum Turnier. Nachdem das 1905 zum ersten Mal ausgetragene Turnier zunächst 82 Jahre lang auf Rasen ausgetragen wurde, zog man 1988 in den Melbourne Park mit seinen Hardcourts um, der mittlerweile der zweitmeistbesuchten Tennisveranstaltung der Welt eine Heimat bietet. Dotiert ist die Veranstaltung bei Frauen und Männern mit fast 29 Millionen Dollar, allein für den Sieger gibt es 3,1 Millionen - im letzten Jahr war das bei den Herren der Schweizer Stanislas Wawrinka.
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Im direkten Vergleich führt Novak Djokovic übrigens deutlich mit 15:8-Siegen, die letzten vier Duelle gingen alle an den in Monte Carlo ansässigen Serben - die Favoritenrolle ist also klar definiert.
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Doch die meint eben auch Murray zu haben, dem die Experten in den letzten zwei Wochen erstaunt Dinge wie Reife und Coolness attestieren mussten: ''Zu Beginn wollte ich nur gut ins Turnier finden, aber irgendwann habe ich germekt, dass es läuft - und dann denkt man zwangsläufig an den Titel. 2014 war ein schwieriges Jahr, das macht diesen guten Start in die neue Saison umso wertvoller.''
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''Ich muss hier weiterhin einfach mein Spiel durchziehen. Natürlich haben wir viel über Andys Spiel gesprochen und analysiert, aber am Ende muss ich meinen Stiefel herunter spielen - dann hab ich hier gute Aussichten auf den Titel'', so Djokovic auf der Pressekonferenz nach dem Sieg gegen Wawrinka.
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Vor allem aber hat Djokovic hier heute ein ganz besonderes Ziel. Denn mit einem Sieg könnte er der erste Spieler der Profi-Ära werden, der hier in Melbourne fünf Mal triumphiert - selbst sein Coach Boris Becker hat nur zwei Titel auf seinem Konto.
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Und das sind sicher völlig legitime Ziele - schließlich gehört Djokovic mit bislang 48 Turniersiegen, sieben Grand-Slam-Titeln, 130 Wochen auf Platz 1 der Weltrangliste und einem eingespielten Preisgeld von gut 72 Millionen Dollar zu den erfolgreichsten und besten Tennisspielern aller Zeiten.
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Nach einigen verletzungsbedingten Pausen 2014 sowie eines Vaterschaftsurlaubs gen Ende der Saison ist der Djoker also wieder voll da und hat einiges vor. ''Roger ist mir auf Platz eins am Ende der letzten Saison schon sehr nahe gekommen - ich möchte diese Position aber noch lange verteidigen. Und jetzt, wo unser Kind endlich da ist, kann ich mich auch wieder voll und ganz auf Tennis konzentrieren'', so Djokovic vor den Australian Open.
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Einzig die Fünf-Satz-Revanche gegen Vorjahresbezwinger Stan Wawrinka im Halbfinale dürfte Kraft gekostet haben - zumal Murray aufgrund seines bereits am Donnerstag ausgespielten Semifinals sowieso einen Tag mehr Ruhepause hatte.
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Einen Satz hatte Djokovic bei seinen ersten drei Siegen gegen Aljusha Bedene (SLO), Andrej Kuznezsov und Fernando Verdasco (31) nämlich noch nicht abgegeben, in den Tiebreak muste er nur ein einziges Mal und auch in den folgenden Runden gegen Muller (LUX) und Raonic (CAN) hielt sich der Serbe schadlos.
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Und wo zum Ende der letzten Saison noch hinter vorgehaltener Hand über das Ende der Djokerschen Dominanz an der Weltspitze gemunkelt worden war, staunt die Expertenriege nun nicht schlecht - der Serbe tritt hier bei seinem Lieblingsturnier entspannt auf wie selten.
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Mit dem Auftauchen des Namens Djokovic im Finale dieser Australian Open konnte wohl schon vor Turnierbeginn gerechnet werden, schließlich bezeichnet der Weltranglistenerste diese Veranstaltung schon seit jeher als sein Lieblingsturnier und konnte den Pokal hier schon vier Mal anheben.
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Eine Überraschung wäre es auch, wenn Murray ausgerechnet gegen den Kumpel sein Melbourne-Trama überwinden könnte - schon drei Mal stand der Brite hier im Finale, drei Mal musste er den Platz am Ende als Unterlegener verlassen, zwai Mal davon (2011, 2013) ausgerechnet gegen Novak Djokovic.
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Im Halbfinale gegen Berdych zelebrierte Murray dann drei Sätze lang Defensivtennis vom Feinsten und trieb sein tschechisches Gegenüber so zur Weißglut. ''Ich bin gut drauf, fühle mich wohl und glaube, hier noch einiges erreichen zu können'', so Murray gegenüber der Presse nach seinem Sieg gegen die Nummer sieben der Welt. ''Aber natürlich ist Novak ein ganz schwieriger Gegner. Er liebt den Court und die Bedingungen hier. Wenn ich es schaffe zu gewinnen, wäre es für ihn eine große unangenehme Überraschung.''
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Denn hier bei den Australian Open läuft es für Murray, der zu Gunsten von hartem Trainig auf alle Vorbereitungs- und Einladungsturniere zum Jahresbeginn verzichtete, bisher bestens. Sechzehn Sätze hat der Schotte gespielt und davon fünfzehn gewonnen, dabei nur 11:38 Stunden auf dem Platz gestanden und vor allem gezeigt, dass er im Training mit Coach Amelie Mauresmo vor allem daran gearbeitet hat, je nach Gegner unterschiedliche taktische Marschrichtung ausspielen zu können. Das wurde vor allem bei seinem Achtelfinalsieg gegen Youngster Grigor Dimitrov, aber auch bei seinem Erfolg gegen Kyrgios im Viertelfinale deutlich.
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Doch mit Lendls Abschied und diversen Schulter- und Rückenverletzungen begann der Abstieg, den bisher auch die Französin Amelie Mauresmo, Trainerin an Murrays Seite, nicht aufhalten konnte. Im letzten Jahr konnte sich Murray gar nur auf den allerletzten Drücker für das Saisonfinale im heimischen London qualifizieren - was der Schotte aber wohl tatsächlich als Weckruf verstanden hat.
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Einzig der mittlerweile als Frührentner auf die Golfkurse dieser Erde zurückgekehrte Ex-Coach Ivan Lendl vermochte es mit seiner bissigen, strengen Art, Murrays Talent zwei Jahre lang offen zu legen. Titel bei den US Open, den olympischen Spielen in London und in Wimbledon, zwischendurch mal eben der Aufstieg auf Weltranglistenplatz 2 und ein nicht zu bändigendes Temperament machten Murray auf der Tour zu einem der unangenehmsten Gegner.
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Und trotz allem trubel überrascht Murray hier in Australien mit einer scheinbar neu gefundenen Coolness - was nicht immer so war. Denn beim amtierenden Olympiasieger stellt sich eigentlich nie die Frage nach dem Können, Talent hat der Schotte nachweislich massig. Viel mehr geht es bei Murray um die Frage: Hab ich heute eigentlich Lust auf Tennis? Und kann ich mich gut genug bewegen um nicht auszusehen, als wäre ich kaputt?
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Apropos Sears - die Verlobte des schottischen Olympiasiegers sorgte am Rande des Viertelfinals gegen Tomas Berdych für einen Eklat, weil sie den Tschechen durchgehend aufs Übelste beschimpfte. Ein australischer zeitungskolumnist schrieb dazu: ''Mit dem Verhalten wäre sie aus jedem englischen Fußballstadion geflogen.'' Murray hingegen versuchte natürlich, das Verhalten seiner besseren Hälfte zu entschuldigen: ''In einem hitzigen Moment kann einem da schon etwas rausrutschen, das man hinterher bereut. So ist es halt.''
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Es kommt nicht oft vor, dass sich in einem Grand-Slam-Finale zwei Trauzeugen gegenüber stehen - in diesem Fall ist aber genau dies der Fall, denn trotz einer großen Rivalität auf den Tennisplätzen dieser Welt haben Murray und Djokovic ihre als Jugendliche geschlossene Freundschaft bewahren können. So gut sogar, dass Murray im letzten Sommer der Trauzeuge des Djokers war - und sich der Serbe wohl bei der anstehenden Hochzeit Murrays mit Kim Sears revanchieren wird dürfen.
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Herzlich willkommen bei den Australian Open zum Finale zwischen Novak Djokovic und Andy Murray.
Turnier
Finale
N. Djokovic (SRB/1)
7
6
6
6
A. Murray (GBR/6)
6
7
3
0
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